Kitesurfen: Freiheit mit Sicherheit

15.6.2016. Bei hereinbrechender Dunkelheit entdecken Segler einen treibenden Kite auf dem Wasser und alarmieren die Seenotretter. Eine großangelegte Suche wird gestartet. Aber treibt tatsächlich ein entkräfteter und womöglich bereits unterkühlter Kiter auf See? Oder hat nur jemand sein Material verloren und ist selbst längst sicher an Land?

Für viele Kiter ist der Sport ein Ausdruck von Freiheit – sich selbst und die Elemente zu spüren – eins mit der Natur zu sein. Professionelle Vorbereitung, Überprüfung des Materials und akribische Wetterchecks sind in der Gemeinschaft der Kiter Ehrensache. Dennoch kann auch dem erfahrensten Sportler ein Unfall passieren. Von den Seenotrettern wird deshalb sofort eine Suche eingeleitet, wenn treibendes Material gemeldet wird. Für einen schnellen Sicherheitscheck bitten sie darum, Boards und Kites mit einer Mobilnummer zu kennzeichnen.
Eins sein mit dem Wasser und der Natur.

Um dies zu fördern, bieten die Seenotretter zwei spezielle Aufkleber für Boards und Kiteschirme an. Die Aufkleber sind beständig gegen Sonnenlicht und Wasser. Sie sind einerseits haltbar, andererseits aber unschädlich für das Material. Auch lassen sie sich spurenlos wieder entfernen. Das ist wichtig, um den Wiederverkaufswert des Materials zu erhalten bzw. diesen nicht zu verringern.

Der Aufkleber für Kiteschirme hat eine Größe von zehn mal acht Zentimetern und besteht aus Textilfolie. Der für die Boards ist acht mal fünf Zentimeter groß und aus glattem Kunststoffmaterial. Beide sollten mit einem wasserfesten Stift mit Namen, Mobilnummer und Kontaktnummer einer weiteren Person beschriftet werden.

Um bei der Größe eines Kites nicht lange nach einer Kennzeichnung suchen zu müssen, empfehlen die Seenotretter, den Aufkleber bei den Warnhinweisen auf der Unterseite an den Tipenden, anzubringen. Der Kitesticker kann gut sichtbar bei den Warnhinweisen auf der Unterseite an den Tipenden angebracht werden.

Unterstützt wird die Aktion vom Verband Deutscher Wassersport Schulen e. V. (VDWS), der sich insbesondere für die Umsetzung hoher Qualitätsstandards in der Ausbildung und die Interessenvertretung von Wassersportlehrern und Wassersportschulen in den Bereichen Windsurfing, Kite, Jolle, CAT und Stand Up Paddling einsetzt. „Wir wissen, dass die Seenotretter immer für uns da sind, wenn wir an Nord- und Ostsee auf Hilfe angewiesen sind“, sagt Lisbeth Prade, Geschäftsführerin des Verbandes. „Wir finden diese Aufkleberaktion große Klasse und werden in unseren Schulen dafür werben.“

Ebenfalls begeistert zeigt sich Ernst Novak, General Manager der Marke FLYSURFER Kiteboarding – jedem versendeten Schirm wird ein Aufkleber beigelegt: „Das ist eine absolut nützliche Idee. Durch einen Anruf lässt sich feststellen, ob ein echter Notfall vorliegt. Und für den Kiter, der sein Material verloren hat, hat das Ganze außerdem noch den Vorteil, dass er Board oder Schirm wieder zurückbekommen kann.“

Kitesurfer können das praktische Aufkleberset für ihren persönlichen Bedarf bei den Seenotrettern kostenlos per E-Mail unter info@seenotretter.de bestellen.

Die Seenotretter freuen sich über weitere Partner, um die Kennzeichnung des Materials weiter voranzutreiben und die Sicherheit auf dem Wasser zu erhöhen.


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