22.3.2015 – Seenotretter im Einsatz vor Amrum

23.3.2015. Mit dem Tochterboot JAPSAND des Seenotrettungskreuzers VORMANN LEISS sind die Amrumer Seenotretter am Sonntagvormittag, 22. März 2015, einer Mutter mit zwei kleinen Kindern zu Hilfe gekommen.

Im nordfriesischen Wattenmeer an der Ostseite der Insel Amrum war die Frau bei einem Spaziergang vor der Küste in den weichen Meeresboden eingesunken und in Gefahr geraten.

Sie konnte sich nicht mehr selbst befreien. Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und Feuerwehrleute kamen der Familie zu Hilfe.

Um kurz vor 10 Uhr klingelte auf der VORMANN LEISS das Telefon: Eine Beobachterin hatte von Land aus die Notlage der Familie bemerkt und direkt die Seenotretter alarmiert. Im nahe gelegenen Seezeichenhafen unterhält die DGzRS eine rund um die Uhr besetzte Station. Die Besatzung der VORMANN LEISS ließ sofort das Tochterboot JAPSAND zu Wasser und nahm Kurs auf den Unglücksort zwischen dem Seezeichenhafen und dem Wittdüner Fähranleger.

Etwa 100 Meter vor der Küste fanden die Seenotretter die kleine Familie. „Die Frau war mit einem Bein bereits bis zum Oberschenkel eingesunken. Sie trug ein etwa sechs Monate altes Baby auf dem Rücken“, schildert Rettungsmann Lars-Peter Jensen die Situation. Wenige Meter abseits stand ein zweites, etwa drei Jahre altes Kind im Watt. Es war jedoch lediglich mit den Füßen eingesunken.

Seenotretter Jensen stieg im Überlebensanzug durch die Bergungspforte aus und arbeitete sich von dort aus noch rund 20 Meter zu der Familie vor. Mit bloßen Händen befreite er die Mutter. Dabei sank er ebenfalls ins Watt ein, konnte sich jedoch später auf allen Vieren Richtung Tochterboot kriechend selbst wieder befreien.

Unterdessen nahte weitere Hilfe: Die Freiwillige Feuerwehr der Insel näherte sich von Land aus mit Leitern. Die Feuerwehrleute brachten zunächst das ältere Kind an Land, bevor die Mutter mit ihrem Baby folgen konnte. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung der Familie.


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