2.8.2014 – Ruderer vor Schleimünde in Seenot

Die Maasholmer Seenotretter haben am Samstag, 2. August 2014, gemeinsam mit einer Sportboot-Besatzung und Bundespolizisten fünf Ruderer aus Seenot gerettet.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte den Einsatz vor der Ostseeküste zwischen Schleimünde und Olpenitz. Zahlreiche weitere Einsätze in Nord- und Ostsee beschäftigten die Seenotretter in den vergangenen Stunden.

Das Boot der vor Schleimünde in Not geratenen Ruderer im Alter zwischen 40 und 60 Jahren, ein Vierer mit Steuermann, war gegen 12 Uhr etwa 500 bis 600 Meter vor der Küste gekentert. Die Besatzung eines zweiten Ruderbootes hatte die Landrettungsleitstelle angerufen, die wiederum die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte.

Die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS sendete ein „Mayday Relay“ aus, um die gesamte Schifffahrt im Revier um Mithilfe zu bitten. Gleichzeitig alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN den Seenotkreuzer NIS RANDERS/Station Maasholm.

Ein in der Nähe fahrendes Segelboot nahm die erste Schiffbrüchige an Bord. Das Tochterboot ONKEL WILLI der NIS RANDERS rettete kurz darauf drei Männer aus der 23 Grad kalten Ostsee. Den fünften Ruderer barg das Schlauchboot des Einsatzschiffes der Bundespolizei See BP 23 „Bad Düben“. Nach dem Einlaufen in Olpenitz übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung der Schiffbrüchigen.

Zur Unfallzeit herrschten im Revier vor der Schleimündung südöstliche Winde bis sechs Beaufort (bis 49 km/h Windgeschwindigkeit). Bereits am Samstagvormittag hatte die NIS RANDERS den Dreimastgaffelschoner „Pippilotta“ mit 31 Menschen an Bord nach Grundberührung vor dem Maasholmer Hafen befreit und in tieferes Wasser geschleppt. Der Traditionssegler setzte seine Fahrt fort.

Wenige Stunden später meldete sich das Ausflugsschiff „Flinthörn“ manövrierunfähig mit Motorschaden im Langeooger Watt (Tonne LW 2) bei den Seenotrettern. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes CASPER OTTEN/Station Langeoog stellte routiniert eine Leinenverbindung her, nahm die „Flinthörn“ mit 64 Menschen an Bord auf den Haken und brachte Schiff, Besatzung und Passagiere sicher in den kleinen Inselhafen.

Schon am Freitagmittag (1. August) war der Seenotkreuzer BREMEN/Station Großenbrode vor Fehmarn im Einsatz. Die Besatzung barg südlich Staberhuk vom Angelkutter „Monika“ einen Passagier mit starken gesundheitlichen Problemen ab und übergab ihn im Hafen zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

Für zwei Menschen und eine Katze war wiederum das Seenotrettungsboot PAUL NEISSE/Station Eiderdamm am gleichen Tag im Einsatz. Die Freiwilligen-Besatzung befreite einen unter dänischer Flagge fahrenden Holzkutter aus einer misslichen Lage. Er trieb nach Ruderschaden manövrierunfähig auf der Außeneider. Die Seenotretter schleppten das Schiff mit seiner menschlich-tierischen Besatzung sicher in den Hafen.


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