12.5.2014 – Seenot im Stettiner Haff

12.5.2014. Die SEENOTLEITUNG BREMEN, Rettungsleitstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), hat in der Nacht von Sonntag auf Montag, 12. Mai 2014, eine grenzüberschreitende Suche nach einem in Not geratenen deutschen Ehepaar koordiniert.

Mit ihrem manövrierunfähigen Motorboot „Edda II“ trieben der Mann und die Frau orientierungslos im östlichen Teil des Stettiner Haffs. Polnische Seenotretter fanden die beiden in der Nähe der Odermündung und brachten sie ins polnische Trzebiez.

Gegen 23.30 Uhr am 11. Mai 2014 alarmierte die SEENOTLEITUG BREMEN die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Ueckermünde sowie die polnischen Kollegen vom Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) in Swinemünde: Ein Motorboot mit einem Ehepaar an Bord trieb aufgrund von Problemen an der Maschine manövrierunfähig im östlichen Teil des Stettiner Haffs.

Eine genaue Position konnte der Skipper des Havaristen allerdings nicht angeben – sowohl die Frau als auch der Mann lagen bei südwestlichen Winden von vier bis fünf Beaufort (bis 38 km/h) und sehr kurzen Wellen seekrank unter Deck. „Am Telefon wirkten sie sehr apathisch“, beschreibt Vormann Manfred Fastnacht die Situation vor Ort. „Starke Seekrankheit ist nicht zu unterschätzen und kann für die Besatzung eines Schiffes ernsthaft gefährlich werden, weil im Notfall nicht oder nicht rechtzeitig gehandelt werden kann.“

Mit dem Seenotrettungsboot GERHARD TEN DORNKAAT suchten die Seenotretter aus Ueckermünde gemeinsam mit den polnischen Kollegen, die sich mit dem Seenotrettungsboot „Monsun“ am Einsatz beteiligten, das Haff nach dem Motorboot ab. Aufgrund der Dunkelheit und der Größe des Suchgebietes war es die sprichwörtliche Suche „nach einer Stecknadel im Heuhaufen“, so Vormann Fastnacht.

Gegen 4 Uhr die erlösende Nachricht: Die polnischen Seenotretter hatten das Motorboot mit dem Ehepaar gefunden. Sie brachten sie ins polnische Trzebiez. Dort angekommen, waren die beiden in relativ kurzer Zeit wieder wohlauf.


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