ADAC Motorboot Masters, Düren, Mike Szymura

Mike Szymura gewinnt ADAC Motorboot Masters 2014

13.10.2014. Das spannende Titelduell im ADAC Motorboot Masters gipfelte auf dem Badesee in Düren (Landkreis Düren) in einem spannenden Finale. Mike Szymura (21, Berlin) gewann zwei der vier Rennen an diesem Wochenende und krönte sich mit einem dritten Platz im letzten Lauf der Saison erstmals zum Meister im ADAC Motorboot Masters.

„Endlich haben wir es geschafft und nach drei Jahren in dieser Meisterschaft den Gesamtsieg geholt. Ich danke meinem Team für die tolle Leistung in dieser Saison“, sagte Szymura unmittelbar nach seinem Triumph.

Strafe gegen Lijcs vorentscheidend

Szymura und sein Verfolger Nikita Lijcs (19, Lettland) waren vor dem finalen Rennwochenende in Düren durch zwölf Punkte getrennt, wodurch beide Piloten noch aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen konnten. „Natürlich war die Anspannung vor diesem Wochenende sehr groß“, verriet Szymura. Der Berliner büßte im ersten Sprintrennen am Samstag als Zweiter Punkte auf den in diesem Lauf siegreichen Lijcs ein.

Auch das zweite Sprintrennen gewann Lijcs. Allerdings warf ihn eine nachträglich Strafe (eine Runde Abzug) wegen Nichteinhaltens der vorgegebenen Fahrlinie am Start auf den siebten Rang zurück. Der Sieg ging aufgrund dieser Strafe an Szymura vor Kevin Köpcke (22, Jork) und Uwe Brettschneider (49, Berlin). Lijcs konnte somit in den beiden Hauptrennen am Sonntag nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

Szymura am Sonntag souverän

Im ersten Hauptrennen musste sich der Lette Szymura geschlagen geben. Damit ging er mit einem Rückstand von 26 Punkten in das Schlussrennen. Szymura hätte somit bereits ein achter Rang zum Titelgewinn gereicht, doch der Berliner krönte seine herausragende Saison mit einem dritten Platz hinter Lijcs und Brettschneider im finalen Lauf. „Im letzten Lauf bin ich hinter Uwe (Brettschneider) nicht mehr auf der letzten Rille gefahren, denn ich musste im Grunde ja nur noch ins Ziel kommen“, gab Szymura zu.

Die Gesamtwertung des ADAC Motorboot Masters schloss Szymura mit 550 Punkten als neuer Meister ab. Lijcs (532 Punkte) holte vor Brettschneider (391) Rang zwei. Als bester Serienneuling durfte sich Köpcke (361) über Rang vier freuen, Kim Lauscher (21, Löningen/354 Punkte) belegte den fünften Platz. Patrick Wiese (26, Bondorf), Torsten Stangenberg (38, Heidgraben), Attila Horvath (37, Ungarn), Reggy Goelen (52, Belgien) und Adrian Maniewski (22, Polen) komplettierten die Top-Ten der Gesamtwertung auf den Rängen sechs bis zehn.

Die Stimmen der Top-Drei

Mike Szymura (21, Deutschland), Meister ADAC Motorboot Masters:
„Meine Erleichterung über den gewonnenen Meistertitel ist sehr groß. In einem der ersten beiden Sprintrennen muss am Boot etwas kaputt gegangen sein, denn hinten links stellten wir am Samstagabend einen kleinen Riss fest. Aber meine Jungs haben das sehr schnell wieder auf die Reihe bekommen – einen großen Dank dafür. Die Anspannung vor dem Wochenende war sehr groß und ich war auch vor dem letzten Lauf hier in Düren noch aufgeregt. Im Rennsport kann viel passieren und vor einem Defekt ist man nie gefeit.“

Nikita Lijcs (19, Lettland), Vizemeister:
„Ich bin sehr enttäuscht, vor allem nach der Bestrafung am Samstag im zweiten Sprintrennen. Für mich war diese Strafe zu hart und hat die Meisterschaft entschieden. Am Sonntag wollte ich nur noch zeigen, dass ich Mike auf der Strecke schlagen kann. Natürlich gratuliere ich Mike zum Gewinn der Meisterschaft, aber mir wäre es lieber gewesen, wenn wir die Entscheidung im direkten Duell auf dem Wasser ausgefochten hätten.“

Uwe Brettschneider (49, Deutschland), Dritter der Gesamtwertung:
„Platz drei in der Gesamtwertung war mein Minimalziel. Zu Beginn der Saison hatte ich auf mehr gehofft, aber ich bin glücklich mit dem Endergebnis. Der letzte Lauf hat mich sehr gefreut, weil ich zeigen konnte, dass ich das Top-Duo dieser Saison fordern konnte. Ich konnte meine Probleme bei der Suche nach dem optimalen Propeller in diesem Jahr leider nicht lösen, was mich vor allem im Qualifying oft einige Positionen gekostet hat. So gesehen kann ich mit Platz drei in der Meisterschaft gut leben.“


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