ADAC Motorboot Masters, Düren, Alberto Comparato

Jörn Lässig und Dominic Stahl erstmals Gesamtsieger des ADAC Motorboot Masters

28.9.2015. Düren. Mit dem „Großen Preis von Deutschland“ ging die Saison im ADAC Motorboot Masters auf dem Badesee in Düren-Gürzenich (Kreis Düren) zu Ende.

Da die beiden Rennen gleichzeitig das Saisonfinale der Formel-4-Weltmeisterschaft bildeten, gab es mit 25 Fahrern das größte Starterfeld des Jahres.

Am Ende durfte Alberto Comparato (17, Italien) über den WM-Titel jubeln. Im ADAC Motorboot Masters holte das Duo Jörn Lässig (39, Kahl am Main) und Dominic Stahl (37, Untergruppenbach) zum ersten Mal den Meistertitel. „Wir haben es tatsächlich durchgezogen. Unser großes Ziel ist erreicht und damit ist ein Traum wahr geworden“, freute sich Lässig, der den Rennkatamaran beim Finale in Düren pilotierte.

Der im ADAC Motorboot Masters übliche Modus von zwei Sprint- und zwei Hauptrennen kam diesmal nicht zum Einsatz. Wie vom Weltverband UIM bei WM-Rennen vorgeschrieben gab es an diesem Wochenende an jedem der beiden Veranstaltungstage jeweils ein Hauptrennen mit 16 Teilnehmern. Die Top-Ten aus dem jeweiligen Qualifying stiegen direkt in das Hauptrennen auf, die weiteren Teilnehmer fuhr in einem „Second Chance Race“ um die verbleibenden sechs Startplätze.

Brettschneider scheidet nach Kollision aus

Lässig/Stahl, die sich in dieser Saison im Cockpit abwechselten, hatten den Titel bereits vor dem ersten Hauptrennen sicher. Denn ihr einziger Titelkontrahent, Uwe Brettschneider (50, Berlin), schied bereits im Second Chance Race nach einer Kollision mit Adrian Maniewski aus. Dabei beschädigte Brettschneider sein Boot so stark, dass er in Düren nicht mehr an den Start gehen konnte.

Im gemischten Feld aus ADAC Motorboot Masters-Fahrern und WM-Teilnehmern im ersten Hauptrennen war dann Mike Szymura (22, Berlin) schnellster Vertreter der ADAC-Serie. Aufgrund einer nachträglichen Strafe (Missachten Gelber Flagge) erbte dann Attila Horvath (38, Ungarn) den Sieg in der Masters-Wertung, Lässig komplettierte als Dritter das Podium. In der WM-Wertung setzte sich Risto Lindström (21, Finnland) nach 25 Runden gegen Anton Nyholm (22, Finnland) und Nikita Lijcs (20, Lettland) durch und wahrte damit seine Titelchance.

Comparato kampflos Weltmeister

Doch Lindströms Titeltraum platzte am Sonntagmorgen, als er nach einer Sportstrafe im finalen Lauf der Weltmeisterschaft nicht mehr antreten durfte. Damit war Comparato, der selbst nach einem Technikdefekt am Sonntag nicht antreten konnte, kampflos Weltmeister. Im zweiten Hauptrennen setzte sich so Nyholm vor Lijcs und Aron Tabori (24, Ungarn) durch.

Als Gesamt-Sechster sicherte sich Patrick Wiese (27, Bondorf) den Sieg in der Masters-Wertung vor Horvath, Lässig und Torsten Stangenberg (39, Heidgraben), der sein bestes Saisonergebnis erzielte. Damit setzte sich Wiese auch im Kampf um Platz drei in der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Masters gegen Szymura durch. Der Titelverteidiger konnte das zweite Rennen nach einer Kollision mit Tabori nicht beenden und blieb ohne Punkte. In der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Masters 2015 lauteten die Top-Drei somit Lässig/Stahl vor Brettschneider und Wiese.

Die Stimmen der Gesamtsieger

Jörn Lässig (39, Kahl am Main),

Meister ADAC Motorboot Masters 2015:

„Wir haben es tatsächlich durchgezogen. Unser großes Ziel ist erreicht und damit ist ein Traum wahr geworden. Natürlich kam dieser Titel etwas überraschend, aber ich danke Dominic (Stahl), dass er mir so ein perfektes Team zur Seite gestellt hat. Für mich war meine tolle Leistung beim Rennen in Lorch am Rhein ein Wendepunkt in dieser Saison, denn danach war ich unheimlich motiviert. Vor dem Finale kam ich etwas ins Grübeln, da die hohe Anzahl der Boote an diesem Wochenende einen gewissen Unsicherheitsfaktor mit sich bringt. Wir haben uns aber die richtige Strategie zurechtgelegt und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nun darf gefeiert werden.“

Dominic Stahl (37, Untergruppenbach),

Meister ADAC Motorboot Masters 2015:

„Die Anspannung vor dem Finale war schon sehr groß. Vor allem, da ich ja nur zusehen und nicht selbst ins Renngeschehen eingreifen konnte. Da es sich um einen WM-Lauf handelt, konnten wir nur schwer abschätzen, wie die Rennen verlaufen werden. Ich bin überrascht, dass es mit dem Titel geklappt hat. Man muss zwar zugeben, dass uns in dieser Saison einiges in die Karten gespielt hat. Aber man muss Chancen, die sich ergeben, auch erst einmal so nutzen, wie uns das in diesem Jahr gelungen ist. Ich bin stolz auf unser Team und die perfekte Zusammenarbeit mit Jörn (Lässig).“

Alberto Comparato

(17, Italien), Weltmeister der Formel 4:

„Da ich mit einem großen Vorsprung zum Großen von Preis von Deutschland kam, hätte ich nicht gedacht, dass ich noch so zittern muss. Leider musste ich schon am Samstag den Motor tauschen, was unser Problem aber nicht behob. Ein zweiter Motortausch am Sonntagmorgen erbrachte ebenfalls nicht die erhofften Ergebnisse. Es hatte danach keinen Sinn mehr, das Boot ins Wasser zu lassen und so musste ich aufgeben. Umso froher bin ich, dass es trotzdem zum Weltmeister-Titel gereicht hat.“


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